Was ist alles in meinem Leitungswasser?

Jeder weiß: Wasser ist lebenswichtig. Allerdings wissen nur wenige Leute was eigentlich in unserem Wasser drin ist. Deswegen möchten wir euch heute mal darüber aufklären, was aus unserem Leitungswasser wir brauchen und was uns eigentlich schadet. Schließlich gibt es wohl nichts was wir häufiger und in größeren Mengen zu uns nehmen.

Um zu verstehen was das deutsche Leitungswasser beinhaltet, muss man natürlich den Ursprung des Wassers kennen. 70 % unseres Leitungswassers kommt aus Grundwasser und Quellwasser. Der Rest stammt aus Talsperren, Flüssen sowie Seen. Dadurch, dass das Grundwasser so einen großen Teil ausmacht, gibt es regionale Unterschiede was die Mengen der verschiedenen Inhaltsstoffe angeht. Denn Grundwasser fließt logischerweise erst einmal durch die verschiedenen Gesteinsschichten, wo es seine Mineralien aufnimmt. Da diese Gesteinsschichten von Region zu Region unterschiedlich zusammengesetzt sind, kommen auch unterschiedliche Mengen an Stoffen in unser Wasser. Des Weiteren hat die Landwirtschaft durch Dünger und Pestizide ebenfalls einen Einfluss. Denn diese Hilfsmittel der Bauern sickern ebenfalls ins Grundwasser.

Aber was genau landet nun im Wasser?

Was gelangt auf welche Weise in unser Grundwasser?

Bei den für menschliche Körper gesunden Stoffen gibt es einerseits die Makromineralien. Das sind Calcium, Magnesium, Natrium und Sulfat. Außerdem braucht unsere Körper noch die im Wasser enthaltenen Spurenelemente, nämlich Fluor, Eisen und Zink.

All diese Stoffe sind deswegen gut für unseren Körper, weil sie elementar wichtig für den Bau von Knochen, Gewebe sowie Zähnen sind. Zusätzlich helfen sie bei der Regulierung des Wasserhaushalts und des Säuregehalts im Menschen. Sie sind also Teil unserer Körperflüssigkeiten. Zudem steuern diese Nährstoffe die Übermittlung von Impulsen der Nerven und die Zellmembran-Funktionen.

Schadstoffe im Grundwasser

Jedoch findet man auch jede Menge schlechte Inhalte im Wasser. Dazu gehört unter anderem Nitrat, welches durch Gülle und Mist ins Grundwasser gelangt. Übrigens hat Deutschland den zweithöchsten Nitratgehalt der EU im Grundwasser und wurde deswegen auch schon vom Europäischen Gerichtshof verurteilt. Nitrat ist nämlich ziemlich umweltschädlich. Generell gelangen durch unökologische Landwirtschaft viele Pestizide und Düngermittel in unser Grundwasser.

Teilweise dauert es Jahrzehnte, bis Pestizide aus dem Boden gespült werden. Regelmäßig werden noch krebserregende Schadstoffe im Grundwasser gefunden, welche seit 25 Jahren verboten sind. Asbest zum Beispiel kann immer noch im Trinkwasser nachgewiesen werden. Obwohl nicht mehr genutzt, geben alte Leitungen noch Asbestfasern ins Trinkwasser ab.

Wasserleitungen können Wasser Schadstoffe hinzufügen?

Ist Dir eigentlich bewusst, dass Dein Wasser meist mehrere Kilometer im öffentlichen Leitungsnetz und anschließend in der Hausleitung zurücklegt bis es letztendlich aus Deinem Wasserhahn kommt? Das Problem dabei ist, dass durch die Leitungen jede Menge Rost, Blei, Kupfer, Nickel, Arsen und Cadmium in unser Leitungswasser gelangen.

Rost verfärbt Wasser und lässt Trinkwasser schlecht riechen. Blei beeinflusst die Bildung von Blut, das Nervensystem und die Entwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kindern. Zwar scheiden Erwachsene Blei wieder aus oder lagern es in den Knochen ein, jedoch kann es von dort wieder ins Blut gelangen (beispielsweise während der Schwangerschaft).

Befindet sich zu viel Kupfer im Trinkwasser, kann das bei Kleinkindern zu Leberzirrhose führen. Außerdem löst Kupfer auch Magen-Darm-Probleme aus.

Grundsätzlich gut für den Körper ist Zink, wobei es in zu hohen Dosen Übelkeit herbeiführen kann. Andere Schwermetalle, wie Arsen sind sogar krebserregend.

Auch Kalk kommt am Ende mit dem Wasser aus unseren Wasserhähnen, allerdings ist dies nicht schlimm für Menschen. Das Problem ist eher das Küchengeräte wie Kaffeemaschinen und Wasserkocher verkalken, was wiederum nicht nur die Maschinen beschädigt, sondern auch deren Stromverbrauch erhöht und damit Deinen Geldbeutel belastet.

Des Weiteren sind auch Arzneimittelreste und Chemikalien aus dem Abwasser im öffentlichen Leitungswassernetz vorhanden und für den menschlichen Organismus schädlich.

Mikroorganismen im Trinkwasser?

Zu den Mikroorganismen, welche sich in Wasser befinden, gehören unter anderem Bakterien und Keime. Viele Bakterien sind normalerweise harmlos und tun uns nichts, jedoch können auch diese in plötzlich erhöhten Mengen durchaus Infekte verursachen. Organische Stoffe müssen durch Chlor abgetötet werden, was wiederum den Wassergeschmack verschlechtert.

Übrigens: Je höher der Chlorgehalt im Wasser, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Hunden das Wasser schmeckt, geschweige denn gut für sie riecht.

Aber davor schützt uns ja die Trinkwasserverordnung, richtig?

Es stimmt, dass in Deutschland Wasserwerke unser Leitungswasser analysieren, aufbereiten und testen. Jedoch gilt die die Trinkwasserverordnung nur bis zum Hauswasseranschluss. Das bedeutet für alles was danach in Dein Wasser gelangt bist allein Du verantwortlich.

Ein weiteres Problem: Unser Leitungswasser wird durch die Wasserwerke zwar auf regulierte Grenzwerte und Vorgaben geprüft wird, es gibt aber zahlreiche Herbizide, Pestizide und Medikamentenrückstände, welche bei dieser Kontrolle nicht berücksichtigt werden.

Eine einfache Lösung ist ein Wasserfilter. Diesen installiert man schnell unter einem Wasserhahn, von wo aus er dann Chlor, Arzneimittelrückstände, Keime, Bakterien, Viren, Schwebstoffe, Verfärbungen, Gerüche, Herbizide, Pestizide, Verursacher von schlechtem Geschmack und andere organische Schadstoffe entfernt bzw. reduziert. Je nach Modell werden mehr oder weniger dieser Schadstoffe rausgefiltert. Praktisch ist, dass gute Filter trotzdem die für Menschen gesunden Mineralien im Wasser lassen.

Wasserfilter für Dein Zuhause